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Experimente mit Kurzwelle Die ersten Schritte zum "richtigen" Sender auf 11 Meter Letzte Änderung: 5.5.2026 |
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Inhaltsübersicht
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Ein ganz sparsamer, quarzstabiler Steckbrett-Oszillator mit Triode |
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"Alles ganz einfach, aber bei 27 MHz kommt es auf jedes Picofarad an!"
Noch ein paar weitere Daten: Bei 80 V Betriebsspannung ist die HF-Spannung im Gitterkreis auf etwa 2 Vss HF begrenzt. Die Gittervorspannung stellt sich auf −0,8 V ein. Dadurch begrenzt die Gitterdiode die Amplitude auf kleine Werte. Der Quarz wird somit keiner sehr hohen elektrischen Belastung ausgesetzt. Möchte man größere Amplituden haben, dann sollte man zum Beispiel eine ECC 82 verwenden, wo die Gitterdiode eine höhere Vorspannung entstehen lässt. Nach diesen einfachen Regeln bin ich beim Elektronikbasteln mit Kurzwelle immer gut und günstig vorangekommen. |
Die Spulen wickle ich auf einen (hohlgebohrten) Holzkern mit 15 mm Durchmesser (eine ehemalige Gardinenstange). Die Wicklung bestehen aus einfachem Klingeldraht mit Kunststoffisolierung. Schwingkreis- und Rückkoppelspule liegen Windung um Windung beisamen. Die Länge der Wicklung der Oszillatorspule (rechts) ergibt sich aus der Gesamt-Windungszahl. Hier: 18 mm. Anschließend wird die Wicklung mit Sprühlack fixiert. Die Anschlussstifte sind in das Holz eingeklebt.
Die Induktivität der Schwingkreisspule ist L1 = 1,1 µH, die einzustellende Kapazität Cres ist 32 pF für die Resonanz, einschließlich der Streukapazitäten in Röhre und Steckbrett. Die Tabelle oben gibt diese Kapazität für diese Spulenbauweise als Funktion der Windungszahl und der Länge der Wicklung an. Die Spulenparameter mit rot unterlegten Feldern machten im Oszillator Schwierigkeiten.
Keramische Trimmer-Kondensatoren: der Oszillator muss auf die Quarzfrequenz abgestimmt werden, damit er schwingt. Dazu ist ein Oszi praktisch, doch die richtige Einstellung erkennt man auch daran, dass der Anodenstrom zurückgeht. Rechts: Festinduktivitäten für den Anodenkreis.
Quarze sind zu ganz verschiedenen Frequenzen sowie für die spezifischen Kanäle im 11-Meter-Band erhältlich. Es gibt sie in unterschiedlichen Bauformen, als Grundwellen- und Oberwellen-Quarze. |
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Meine erste Sendung: modulierbarer Transistor-Oszillator |
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Dieser Transistor-Oszillator arbeitet mit fast denselben Bauteilen wie der Röhrenoszillator, und er ist über den Kopfhörerausgang eines Smartphones oder CD-Players direkt modulierbar. Man könnte damit wirklich senden, wenn man eine Antenne anklemmen würde! (auch wenn nur 2 oder 3 mW Sendeleistung herauskäme) |
Zum Empfang habe ich einen zweiten Schwingkreis danebengestellt und das Oszilloskop angeschlossen
Die Einhüllende des HF-Signals (Oszi ist im Menü "Acquire" auf "Spitzenwert-Abtastung" eingestellt) zeigt ganz klar die Amplitudenmodulation mit 480 Hz. |
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Ein "richtiger" Sender |
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Der Oszillator hat (neben einen npn-Transistor) einen Booster-Verstärker erhalten. Der zweite Transistor arbeitet im linearen A-Betrieb und braucht unbedingt einen Kühlstern auf dem TO-39-Gehäuse. Bei einer Betriebsspannung von 12 V erzeugt diese ungefähr 0,1 W HF. Der 2N2219 zeigte sich als Verstärker unter den mir zur Verfügung stehenden Alternativen BC140 und 2N1613 (die alle knapp 1 W maximale Verlustleistung haben) als die geeignetste Bestückung. Auch laut Datenblatt sind hier die Sperrschicht-Kapazitäten CCB und CBE die weitaus niedrigsten. Wenn man an die Stelle des Masse und einen λ/4-Dipol anklemmt (zur Erinnerung: im 11-Meter-Band ist das ein Metallstab von 2,75 Metern Höhe), dann dürfte das Signal in der Umgebung weithin zu empfangen sein. |
Auf dem Steckbrett: zur ersten Inbetriebnahme gleicht man zuerst den Oszillator auf maximale HF-Amplitude ab. Dann klemmt man an die Ausgangsspule des Boosters wie zu einer Leistungsmessung einen 50-Ohm-Widerstand (o.ä.) an, und stellt den Trimmer dieses Kreises auf maximale Leistung ein.
Das geht auch mit einer kleinen Glühbirne. |
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